2. Regionalkonferenz zur Zukunft des Ländlichen Raums

2. Regionalkonferenz zur Zukunft des Ländlichen Raums

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 18.10.2016, 15:37

2. Regionalkonferenz zur Zukunft des Ländlichen Raums


Groß Schwiesow. Montag fand in Groß Schwiesow, Landkreis Rostock, die zweite von vier Regionalkonferenzen zum Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (EPLR) statt. "Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern, den Wirtschaftsunternehmen und allen weiteren Partnern zeigen, welche Fördermöglichkeiten es bis 2020 gibt, um den ländlichen Raum attraktiv und vital zu erhalten und zu gestalten", erklärte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

In den Regionalkonferenzen diskutieren Bürgermeister, Amtsvorsteher, Parlamentarier sowie die Vertreter unterschiedlichster, in den ländlichen Räumen aktiver Verbände darüber, wie dieses Förderinstrument für eine weitere Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Gemeinden eingesetzt werden kann. Die Themen reichen von der Erhöhung der Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensraum und Arbeitsmarkt durch gezielte Wirtschaftsförderung über die Sicherung bestehender Versorgungsstrukturen durch Bündelung dezentraler Angebote und Investitionen in die soziale Infrastruktur bis zur Erhaltung und Entwicklung des natürlichen und kulturellen Erbes. "Über den ELER stehen Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 936 Mio. € EU-Mittel zur Verfügung. Dazu wurde in den vergangenen Monaten das EPLR erarbeitet und in einem breiten gesellschaftlichen Prozess diskutiert. Nun gilt es, sobald die Freigabe aus Brüssel kommt, alle Akteure vorzubereiten, damit es schnellstmöglich zu Investitionsförderungen ab dem 01. Januar 2015 kommen kann. Dann werden auch wieder die Klein- und Mittelständischen Unternehmen von den Fördervorhaben profitieren können, wenn zum Beispiel die Kommune, die Schule oder ein Wasser- und Bodenverband in die Zukunft des Landes investieren möchte", hob der Minister hervor.



Das EPLR dient hauptsächlich dazu, auf den demografischen Wandel zu reagieren. Aufgrund der selektiven Abwanderung insbesondere junger Menschen, der geringen Geburtenzahlen und des Anstieges der Lebenserwartung ist Mecklenburg-Vorpommern davon besonders stark betroffen. Insgesamt hat dieses Bundesland seit der Wiedervereinigung über 300.000 Einwohner verloren. Mit einem Durchschnittsalter von 35,4 Jahren hatte Mecklenburg-Vorpommern 1990 noch die jüngste Bevölkerung Deutschlands. 2011 lag der Durchschnitt bei 45,5 Jahren. "Folglich ist es ein besonderer Kraftakt, hier die alltägliche Daseinsfürsorge am Laufen zu halten. Deshalb ist der EPLR das Mittel der Wahl, um auch zukünftig ein Leben im ländlichen Raum attraktiv zu gestalten und lebenswert zu machen. Denn die Konkurrenz zwischen den ländlichen Räumen untereinander und mit den urbanen Regionen verschärft genauso wie die demografische Entwicklung die ungleiche Raumentwicklung", stellte Dr. Backhaus dar.

Hintergrund: In Groß Schwiesow wurde bereits 2000 ein Dorfzentrum aus einem ehemaligen Speicher errichtet. Bei einer Gesamtinvestition von ca. 25.000 € wurde es mit ca. 7.500 € bezuschusst. 2012 wurde nochmal angebaut. Die Erweiterung wurde mit ca. 227.000 € gefördert. Dabei betrug die Gesamtinvestition rund 286.400 €. Insgesamt wurden im Landkreis Rostock in der vergangenen ELER-Förderperiode zwischen 2007 und 2013 knapp 6.000 Vorhaben mit insgesamt knapp 204 Millionen Euro gefördert.
Redaktion Maik Thomaß

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